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Clubhaus

Empowerment – Selbstbestimmung fördern

Psychisch kranke Menschen leiden oft unter Ausgrenzung und unberechtigten Vorurteilen in ihrer Umgebung. Pro mente OÖ. ist daher bemüht, über psychische Erkrankungen aufzuklären, um falschen Meinungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Wesentlich ist dabei, dass psychisch Kranke die Möglichkeit haben, für sich selbst zu sprechen. Mit dem Grundsatz des „Empowerment“ haben Psychiatrieerfahrene innerhalb von pro mente OÖ. ein gleichberechtigtes Mitspracherecht.

 

Beispiele für „gelebtes Empowerment“ stellen die Clubhäuser von pro mente OÖ. dar. Hier können psychisch beeinträchtigte Menschen den Tag verbringen und bewältigen gemeinsam mit den Mitarbeitern anfallenden Tätigkeiten im Haus. Entstanden aus einer weltweiten Idee beruhen Clubhäuser auf dem Prinzip der Gleichberechtigung, Selbstverwaltung und Mitgliedschaft für Psychiatrieerfahrene.

Das Clubhaus lebt von der Idee, dass Menschen, die mittelfristig mit Beeinträchtigungen leben müssen, sehr wohl über Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, die sie im Clubhausbetrieb einbringen können, und darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu entwickeln.

 

Das Clubhaus lebt von der Idee, dass Menschen, die mittelfristig mit Beeinträchtigungen leben müssen, sehr wohl über Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen, die sie im Clubhausbetrieb einbringen können, und darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu entwickeln. Anfang der 40er Jahre gründeten psychiatrische Patienten in New York einen Club mit dem Ziel, sich gegenseitig zu helfen und wieder in die Gesellschaft integriert zu werden. Dieser Club nannte sich "WANA" ("We are not alone") und bald schon hatte er so viele Mitglieder, dass aus privaten Mitteln ein Haus gekauft wurde und ein Mitarbeiter angestellt werden konnte.

 

Weltweite Bewegung

Ausgehend von diesem ersten Clubhaus ist im Laufe der Zeit eine weltweite Bewegung entstanden. Mittlerweile gibt es Clubhäuser in Nordamerika, Australien, Afrika, Asien, Europa und nun auch in Österreich.
Die Idee des Clubhauses ermöglicht Menschen, die mit psychischen Problemen leben müssen, ihre Fähigkeiten sinnvoll in die Gemeinschaft einbringen zu können, wobei jedes Mitglied die Intensität seiner Mitarbeit und sein Engagement selbst bestimmt. Jeder, der einmal in psychiatrischer Behandlung war oder zur Zeit ist, kann Mitglied werden.

 

Mitgestaltung und Mitbestimmung

Alle anfallenden Arbeiten zur Aufrechterhaltung des Clubhausbetriebes werden von Mitgliedern und MitarbeiterInnen gemeinsam durchgeführt. Alle Entscheidungen, die das Clubhaus betreffen, werden in der Mitgliederbesprechung gemeinsam entschieden.
Die Mitarbeit im Clubhaus ist freiwillig und unentgeltlich. Der Einsatz für das Clubhaus erhält dadurch einen besonderen Stellenwert: zum einen wird Arbeit nicht mehr als eine "zu bemessende Leistung", sondern als "Freude am Tun" gesehen. Zum Anderen ist die Motivation der Mitglieder nicht ein finanzieller Zuverdienst, sondern die Zugehörigkeit in der Gemeinschaft.

 

Integration

Das Clubhaus ist einfach ein Ort, der auf das menschliche Bedürfnis eingeht, gebraucht zu werden, und sich im weiteren auf die Begabungen, Fähigkeiten und Träume seiner Mitglieder verlässt.
Ausgehend von dem Bedürfnis jedes Erwachsenen, in respektvolle und erfreuliche Beziehungen eingebunden zu sein, die auf Gegenseitigkeit beruhen, stellt sich das Clubhaus als ein Netz der Gegenseitigkeit und der Möglichkeiten dar, in dem alle TeilnehmerInnen sowohl etwas geben als auch etwas voneinander bekommen.
Der zentrale Punkt im Clubhaus ist die "normalisierte" Umgebung. Es ist ein Ort, wo die Menschen versuchen, ihr Leben so ganzheitlich und kreativ wie möglich zu leben.

 

Richtlinien

Wir orientieren uns an den internationalen Richtlinien des Clubhaus-Modells, das sich mittlerweile weltweit etabliert hat.

 

EIN AUSZUG:
  • Alle Mitglieder haben den gleichen Zugang zu allen Möglichkeiten die das Clubhaus bietet, unabhängig von ihrer Diagnose und dem Stand ihrer Leistungsfähigkeit.
  • Die Verantwortung für das Funktionieren des Clubhauses tragen die Mitglieder und MitarbeiterInnen gemeinsam und letztlich die Clubhausleitung. Kernpunkt dieser Verantwortung ist, dass in allen Aufgabengebieten des Clubhauses MitarbeiterInnen und Mitglieder beteiligt sind.
  • Am arbeitsorientierten Tag beteiligen sich Mitglieder und MitarbeiterInnen gemeinsam, um das Clubhaus partnerschaftlich zu führen. Das Clubhaus arbeitet mit deren Stärken, Talenten und Fähigkeiten.
  • Jegliche Arbeit im Clubhaus ist darauf ausgerichtet den Mitgliedern dabei zu helfen, ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wieder zu gewinnen und das Gefühl zu vermitteln wieder gebraucht zu werden.