Home   Sitemap   Impressum   Kontakt    ENGLISH   
 
 
Promente OO
 
Wie erkenne ich eine Krise?
Wie kann ich helfen?
Wie erkenne ich eine Depression?
Suizidgefahr: Ihr Wissen kann Leben retten!
Hilfe bei Angst und Panik
Burnout: Risken rechtzeitig erkennen und vermeiden
Essstörungen - was nun?
Unser Kind nimmt Drogen. Wie kann ich helfen?
Mein Mann ist alkoholabhängig. Was kann ich tun?
Verlust der Realität durch Psychose
Alzheimer oder nur etwas vergesslich?
SPENDENKONTO
Kto: 00900006132, BLZ: 20320
BIC: ASPKAT2LXXX
IBAN: AT982032000900006132
ERSTE HILFE ÜBER UNS UNSER ANGEBOT SERVICE INFO SPENDEN EHRENAMT
>> Home >> Startseite >> Erste Hilfe >> Erste Hilfe für die Seele >> Alzheimer oder nur etwas vergesslich?
[drucken]

Alzheimer oder nur etwas vergesslich?

Von Dr. med. Johannes Walli, Diplome für Geriatrie,
Palliativmedizin und psychotherapeutische Medizin, Präsident Gero-Center, Linz

 

Unter „Demenz“ sind Erkrankungen zu verstehen, die zum Abbau höherer
Hirnleistungen führen: Gedächtnis und Sprache, tägliche Handlungen wie etwa
sich richtig anziehen und waschen sowie das Urteilsvermögen sind davon betroffen.
Die Häufigkeit verdoppelt sich ab dem 60. Lebensjahr alle fünf Jahre.
Etwa 100.000 ÖsterreicherInnen leiden heute an Demenz, vor allem an Alzheimer.
Ursache dafür sind Ablagerungen von schwer löslichem Eiweiß im Gehirn.

Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz. Erst wenn es neben Gedächtnisstörungen
zu weiteren kognitiven Einbußen kommt und die Alltagskompetenz beeinträchtigt ist,
liegt diese Erkrankung vor. Die meisten Betroffenen zeigen im weiteren Verlauf typische
Symptome wie Aggression, Unruhe, Verkennen von Situationen oder Personen;
sie fühlen sich bestohlen, wenn Gegenstände verlegt wurden und ziehen sich zurück.
Depressive Symptome kommen häufig frühzeitig vor.

Der Krankheitsbeginn ist schleichend und oft unklar. Eine rasch auftretende
Verwirrtheit kann auf eine akute Erkrankung hindeuten. Dann ist rasche ärztliche Hilfe
notwendig. Fast alle Betroffenen erleiden zunächst einen Abbau der Gedächtnisleistung,
während andere Hirnfunktionen und die Aktivitäten des täglichen Lebens normal bleiben.

Depression oder Demenz? Depressive Symptome sind bei Demenz häufig.
Das macht ein Unterscheiden oft schwierig. Menschen mit Demenz zeigen sich
desorientiert, spielen die Symptome herunter und verfügen über ein gesundes Selbstwertgefühl.
Ein Mensch in Depression fühlt sich hingegen wertlos, schildert die Symptome
drastischer, weiß aber, wo er sich befindet und mit wem er es zu tun hat.

Rasche Diagnose ist wichtig. Wenn auch nicht heilbar, so können doch Verlauf
und Symptome von Demenz durch rechtzeitiges Behandeln gelindert werden.
Bei Verdacht auf Demenz ist daher der Facharzt, die Fachärztin für Psychiatrie oder
Neurologie zu konsultieren oder der Hausarzt, die Hausärztin aufzusuchen.

Die Pflege von Menschen mit Demenz bringt hohe Anforderungen,
emotional, körperlich und finanziell. Heute werden drei von vier Betroffenen zu Hause
betreut. Häufig sind pflegende Angehörige selbst betagt. Depression und Burnout sind
bei den Betreuenden häufig. Daher ist es wichtig, hier auf Entlastung und Freiräume
zu achten. Angehörige sollten sich in der Pflege möglichst abwechseln und früh mobile
Hilfsdienste, Essen auf Rädern, Tageszentren und Selbsthilfegruppen nutzen.

Vorbeugung ist möglich. Dazu ist es wichtig, Bluthochdruck richtig zu behandeln,
die Zuckereinstellung bei Diabetes zu optimieren sowie zu hohe Blutfette und das
Rauchen zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung mit Vitamin B, etwa durch Vollkornprodukte,
und Omega-3-Fettsäuren, reichlich in guten Pflanzenölen, wirkt präventiv.
Eine optimale Vorbeugung gegen Demenz ist schließlich lebenslanges Lernen kombiniert
mit Sport und Bewegung.

 

____________________________________________________

 

die typischen symptome einer demenz

Demenzerkrankte haben Mühe, Gespräche und Ereignisse zu erinnern, auch wenn diese
nur kurz zurückliegen.
Abgelegte Gegenstände werden nicht wieder gefunden; Termine werden vergessen.
Betroffene haben Mühe, die richtigen Worte zu finden und Schwierigkeiten, einem
Gespräch zu folgen. Die Antworten auf Fragen sind ungenau.
Er oder sie findet sich in fremder Umgebung nicht mehr zurecht, etwa beim Autofahren.
Aufgaben, die mehrere Schritte beinhalten, werden nicht mehr erledigt, etwa Kochen
oder Bankgeschäfte.

____________________________________________________

 

Unterstützung finden Sie bei den zuständigen SozialarbeiterInnen des Magistrates Linz
oder Ihres Gemeindeamtes, in der „Koordinierungsstelle für pflegende Angehörige“ der Caritas OÖ. sowie im „akitvtreff“ in Linz, mitgetragen von pro mente OÖ.